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Heinrich Oswald 1877 bis 1882
Am 10. Mai 1877 versammelten sich junge Schiessfreunde aus Bilten zur Grün- dungsversammlung. Im Vergleich zu anderen Glarner Gemeinden erfolgte dies spät, bestanden doch in Matt bereits seit 1744 und in Mollis seit 1770 Schützen- vereine. Aus den Mitgliederverzeichnissen gehen folgende Gründer hervor: Komitee: Präsident Heinrich Oswald Aktuar F. Aebli Kassier Konrad Lienhard Mitglieder: Kaspar Jucker Jakob Lienhard Kaspar Lienhard Jakob Oswald Emanuel Staub Kaspar Blum Albrecht Blum David Blum Konrad Staub Fridolin Arzethauser Johannes Lienhard Johannes Winteler Im Gründungsjahr wurden fünf Schiessübungen durchgeführt. Dabei handelte es Sich jeweils um verschiedene Distanzen von 225, 250, 300 und 400m, und wie aus Den Protokollen hervorgeht, wurden jeweils verschiedene Scheibengrössen verwendet. |
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Kaspar Zweifel 1883
Aus gesundheitlichen Gründen musste Kaspar Zweifel nach einem Jahr Prä- sidentenamt bereits wieder niederlegen. Johann Oswald 1884 bis 1886 Zuhanden der Hauptversammlung 1885 wurden vom Aktuar neue Statuten aus- gearbeitet. Diese wurden dann von der Hauptversammlung angenommen. Johann Oswald 1887 bis 1892 Aus der Jahresrechnung 1887 geht ein Saldovortrag von Fr. 5.09 aus dem Vorjahr hervor. Die Einnahmen beliefen sich auf Fr. 58.10 und die Ausgaben auf Fr. 37.85. Dabei war das Honorar für das Komitee Fr. 15.und der Zeigerlohn Fr. 12.--. Albert Aebli 1893 bis 1907 Während dieser Zeit wurden pro Jahr drei bis vier Schiessen durchgeführt. Diese fanden jeweils in den Monaten April, Mai und Juni statt. Im Jahr 1896 spendete die Gemeinde Bilten dem Verein 1 Franken pro Mitglied, was Einnahmen von 37 Franken ausmachte. |
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Fritz Marti 1908 bis 1920
Am 18. Oktober 1908 wird erstmals das Kirchweihschiessen erwähnt. Am Fahnenweihschiessen vom 25. Juni und 2. Juli 1911 nahmen die Schützengesell- schaft Niederurnen, die Feldschützengesellschaften Tuggen, Ziegelbrücke, Ober- urnen, Schänis und Reichenburg sowie der Militärschiessverein Buttikon und der Feldschützenverein Benken teil. Im Jahre 1920 war auf dem Sackberg das Kantonale Feldsektionswettschiessen ge- plant. Der Verein versammelte sich am 9. Juni zur Besprechung, und dabei wurde beschlossen, dass man mit dem 07.20-Uhr-Zug von Bilten nach Glarus fahre. In Glarus soll dann gemeinsam ein Znüni eingenommen werden, um nachher zu Fuss auf den Sackberg zu marschieren. Dabei musste die erste Abteilung um 10.00 Uhr schiessen. Auf den 13. Juni wurde ein Uebung angesagt, an der auch die Stand- schützengesellschaft Niederurnen teilnahm. Die Uebungsresultate fielen aber be- scheiden aus. Das Kantonale Feldsektionswettschiessen wurde dann auf das Jahr 1921 verschoben. Fritz Baumgartner 1921 bis 1925 Am 7. August 1921 besuchte der Verein das Oberseeschiessen. Der Verein ver- Sammelte sich um 06.30 Uhr beim Restaurant Adler. Dort wurde die Munition ver- teilt und das Doppelgeld erhoben. Mit dem ersten Morgenzug fuhr man nach Näfels, wo man um 07.45 Uhr ankam. Nach einem zweistündigen Spaziergang kamen die Biltner am Obersee an. Um 11.00 Uhr rückte der Verein zum Schiessen an, was nicht allen recht gelingen wollte. Um 14.30 Uhr wurde im Gasthaus Ochsen in Näfels zu Mittag gegessen. Anschliessend fand um 17.00 Uhr auf dem Fahrtsplatz das Absenden statt. Bilten erkämpfte sich dem 4. Rang von 28 schiessenden Sektionen. Mit dem letzten Zug erreichten die Schützen kurz nach 20.30 Uhr Bilten. In fröhlicher Stimmung lenkte man die Schritte dem Dorfe zu. Schon beim Restaurant Eisenbahn wurde den Schützen ein Glas Wein dargeboten. Und ein Zweites mal beim Restaurant Hirzli. Im Gasthaus zum Adler angekommen, wurde Weiter in fröhlicher Stimmung Kurzweil getrieben, bis es galt, im Namen des Gesetzes Einhalt zu tun. Traugott Eichenberger 1926 bis 1943 Das 50-Jahr-Jubiläum wurde am 20. Juli 1927 mit einem Standeinweihungs- und Freundschaftsschiessen begangen. Daran nahmen neun Vereine teil. Das Schies- sen gewann die Feldschützengesellschaft Bilten mit 44.928 Punkten in der 3. Kategorie vor den Standschützen Niederurnen mit 44.809 Punkten in der 2. Kategorie. Das Freundschaftsschiessen wurde mit einem Gewinn von Fr. 280.40 abgeschlossen. Am 26. August 1939 was das letzte Schiessen vor dem Krieg. Es musste sämtliche Munition dem Staat abgeliefert werden, und die Parole lautete Ende Feuer im Schiessverein. Im Jahre 1940 wurde wieder geschossen. Dabei war auch das Eidgenössische Feld- sektionswettschiessen in Niederurnen. Im Jahre 1943 bekam jeder Schütze 38 Pat- ronen Gratismunition, wobei 20 für das Armeeprogramm bestimmt waren. Kaufmunition wurde keine abgegeben. |
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Johann Hunold 1944 bis 1946
An der Hauptversammlung vom 15. April 1944 wurden auf Antrag von Kassier Thomas Stüssi erstmals zwei Rechungsrevisoren bestimmt. Am 18. November 1944 verunglückte das Vereinsmiglied Meinrad Krieg anlässlich einer militä- rischen Sprengübung im Tessin tödlich. Im Jahre 1945 wurde an der Hauptversammlung die Gründung einer Pis- tolensektion abgelehnt. Unter dem Tranktandum Verschiedenes gab es noch eine Unerfreuliche Diskussion, welche zu persönlichen Angriffen führte. Trotzdem sass man aber anschliessend bei Wein und Musik bis um 02.00 Uhr in der Früh gemütlich beisammen. Ernst Schär 1947 bis 1952 Am 29. März 1947 brannte das Restaurant Hirzli, wodurch die Hauptversammlung erst um 21.00 Uhr begonnen werden konnte. Im provisorischen Schiessprogramm vom Jahre 1947 ist auch ein Freundschaftsschiessen von den Vereinen Schänis, Reichenburg, Benken und Bilten erwähnt. Im definitiven Schiessprogramm, welches an einer ausserordentlichen Hauptversammlung am 20. April im Schützenhaus genehmigt wurde, ist dann das Freundschaftsschiessen an der Linth aufgeführt. Dieses wurde dann auch am 28. September 1947 in Reichenburg durchgeführt. In diesen Jahren wurde jeweils im Januar ein Winterschiessen durchgeführt. Am 21. und 22. Juni 1952 wurde das 75-Jahr-Jubiläum mit einem Jubiläumsschiessen gefeiert. Thomas Stüssi 1953 1983 Das Jahresprogramm für das Jahr 1954 beinhaltete sechs Schiessanlässe. Zusätzlich stand das Eidgenössische Schützenfest in Lausanne zur Debatte. Nach einer lebhaften Diskussion stimmten neun Mitglieder für und neun Mitglieder gegen eine Teilnahme. So fällte der Präsident den Stichentscheid zu Gunsten einer Teil- nahme, wenn sich innert nützlicher Frist 18 Mitglieder zur Teilnahme anmelden. An einer ausserordentlichen Versammlung am 17. April waren dann die nötigen 18 Anmeldungen nicht vorhanden. Einem Wiedererwägungsantrag wurde dann mit zehn zu null Stimmen zugestimmt. Der Verein besuchte dann das Eidgenössische. Das einzige Kranzresultat war dem Vereinspräsidenten vor- behalten. Beim Neubau des Schützenhauses wurde Frondienst im Umfang von 2400 Stun- den geleistet. Anlässlich dieses Neubaus wurde im Jahre 1972 auch ein Stand- einweihungsschiessen durchgeführt. Das Jubiläumsschiessen 100 Jahre FSG Bilten im Jahre 1977 erbrachte einen Rein- erlös von 3224.05 Franken. Sieben Jahre später, nämlich am 25./26. August 1984 sowie am 1. September 1984, wurde das Standarten-Einweihungsschiessen durch- geführt. Das eigene Jahresprogramm war inzwischen auf 17 Schiessanlässe angewachsen. Dazu kamen noch die Gruppenmeisterschaft sowie verschiedene Gruppenschiessen. Auch von kriminellen Handlungen blieb man nicht verschont. So brach am 10. Juli 1984 eine unbekannte Täterschaft in die Schützenstube ein, was einen finanziellen Schaden von 870 Franken zur Folge hatte. |
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Hansruedi Burkhard 1984 bis 1988
Während dieser Präsidentenschaft wurden für die Vereinsmitglieder Trainerjacken angeschafft. Der Antrag für den Einbau von automatischen Trefferanzeige- anlagen wurde an der GV im Jahre 1986 genehmigt. Da dieses Vorhaben auch von der Gemeinde Bilten genehmigt wurde, konnte der Verein nach erolgtem Einbau im Jahre 1988 ein Standerneuerungsschiessen durchführen. An einer ausser- ordentlichen Hauptversammlung am 12. Juni 1987 in der Schützenstube wurde die Durchführung eines jährlichen Theater- und Unterhaltungsabends beschlossen. Daniel Oswald 1989 bis 1991 Das Reglement für die Jahreskonkurrenz wurde an der GV 1990 erneuert. Dabei Wurden Streichresultate eingeführt und von Rangpunkten auf die Prozent- Bewertung umgestellt. Im gleichen Jahr wurde die gesamte Dorfbevölkerung an das Endschiessen ein- geladen. Der Chilbistich fand grossen Anklang unter den Biltnerinnen und Biltnern. Die Frage des Umweltschutzes begann Einfluss auf die Schiessvereine zu nehmen. So wurden Massnahmen wie ein Erdwall zur Lärmeindämmung diskutiert. Bruno Meier 1992 bis 2002 Im Jahre 1994 konnten beim neuen Gemeindehaus die Luftgewehranlage in Betrieb Genommen werden. An der GV 1996 wurde die Jahresmeisterschaft umgestaltet. Dabei wurden neue Disziplinen wie Kegeln, Minigolf und Velofahren ins Pro- gramm aufgenommen. Die Emanzipation machte auch vor der Feldschützen- gesellschaft Bilten nicht Halt. So wurde am 28. Februar 1997 die erste Frau in den Vorstand gewählt. Den Anschluss an die aktuelle Kommunikationswelt stellte die GV 2001 sicher, als das Einrichten einer Internetseite beschlossen wurde. Auch in Zukunft wird der Verein nicht von Veränderungen ausgenommen blei- ben. So wird in der Winterpause 2001/2002 mit baulichen Veränderungen am Schützenstand dem Lärmschutz Rechnung getragen. Politisch aktuelle Fragen wie das Schengener Abkommen werden möglicherweise Einfluss auf den Verein haben. Ein so lebendiger Verein, der es gut versteht, die Tradition mit den aktuellen Herausforderungen zu verbinden, wird auch auf die Fragen der Zukunft Antworten und Lösungen finden. Monica Weber 2003 bis ..... |